R�ckersdorf

Seitenbereiche

  • wechselbild>
  • wechselbild
  • wechselbild
  • wechselbild
  • wechselbild

Seiteninhalt

Älteres nachlesen

Bürgerversammlung vom 22. November 2019

Zur diesjährigen Bürgerversammlung der Gemeinde Rückersdorf im Bürgersaal haben sich rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger eingefunden. Erster Bürgermeister Manfred Hofmann konnte neben den Mitgliedern des Gemeinderates auch seine beiden Stellvertreter sowie einige Bedienstete der Gemeinde begrüßen.

Bevor er mit einer umfangreichen Präsentation auf das ereignisreiche Jahr 2019 zurückblickte, erinnerte der Erste Bürgermeister mit einer Schweigeminute an Frau Erika Hanik, die sich große Verdienste um die Gemeinde erworben hat.

Nach wie vor herrscht in der Gemeinde eine rege Bautätigkeit. Nach Bedarf wird die notwendige Bauleitplanung überarbeitet bzw. neu entwickelt. Erster Bürgermeister Hofmann gab einen Überblick über einige gemeindliche Bauprojekte. So sind die Arbeiten zur Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses schon weit fortgeschritten; die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen.

Mit dem Bau der Hochwasserschutzmaßnahmen im Pegnitzgrund kann nach den derzeitigen Planungen frühestens Anfang 2021 begonnen werden. Im Zuge des Neubaus eines Bürgerzentrums sind die Vorarbeiten für den Antrag auf Baugenehmigung im Gange. Auch die Vorbereitungen zur Errichtung einer sog. „Dirt-Bike-Anlage“ am westlichen Ortsausgang sind weit fortgeschritten.

Erster Bürgermeister Hofmann erinnerte an die umfangreichen und zeitaufwendigen Vorarbeiten im Hinblick auf den Neubau der Waldschule mit Hort und zeigte sich erfreut, dass der Gemeinderat in seiner November-Sitzung die Einleitung der europaweiten Ausschreibung beschlossen hat. Voraussichtlich Mitte 2020 ist mit dem Abschluss des Verfahrens und der Auftragsvergabe für die Planungsleistungen zu rechnen.

Der Erste Bürgermeister stellte fest, dass einige gemeindliche Straßen in den nächsten Jahren zur Sanierung anstehen und bedauerte, dass diese Maßnahmen durch den Wegfall der Straßenausbaubeiträge beeinflusst werden. Er monierte, dass bisher keine ausreichende finanzielle Kompensation vom Land Bayern gefunden wurde. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten in der Straße „Hirschenau“.

Von besonderer Wichtigkeit für die Gemeinde ist das Kinderbetreuungsangebot. In den Kindertageseinrichtungen kann der Bedarf für alle Altersgruppen gedeckt werden. Hierfür investiert die Gemeinde im Jahr 2019 rd. 1.150.000 EUR. Durch den geplanten Neubau der Evangelischen Kirchengemeinde, an dem sich die Gemeinde mit einem hohen Zuschuss beteiligt, wird es hier künftig nochmals zu einer Verbesserung des Angebotes kommen.

Einige Neuerungen gibt es am Waldfriedhof. So wurde mit der Einrichtung eines Urnenstelenbeetes eine neue Bestattungsmöglichkeit geschaffen. Wegen Borkenkäferbefall entfernte Bäume wurden durch Neupflanzungen ersetzt. Neu bepflanzt wurde auch der Friedhofsvorplatz.

Ein Wermutstropfen mischte sich in die positive Bilanz der Gemeindewerke. Auf Grund von gestiegenen Preisen für den Stromeinkauf und gesetzlich erhöhten Entgelten und Umlagen ist man gezwungen, die Strompreise ab 01.01.2020 um 1,1 ct/kWh (netto) anzuheben. Erster Bürgermeister Hofmann verwies in diesem Zusammenhang auf Förderprogramme für Kunden der Gemeindewerke und darauf, dass alle Erträge aus dem Strombereich in der Gemeinde verbleiben und letztlich wieder den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen.

Im Bereich der Wasserversorgung bestätigten regelmäßig entnommene, stets einwandfreie Proben die gute Qualität des Trinkwassers. Analysen im Hinblick auf den Nachweis von PFT (PFOS) im Grundwasser ergaben keinen Nachweis. Um dies auch künftig sicherzustellen, sind verschiedene Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden vorgesehen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Saugbehälters und weiteren Maßnahmen konnten zukunftsweisende Investitionen abgeschlossen werden.

Auch die Breitbandversorgung wurde im Gemeindegebiet auf der Grundlage eines Masterplanes stetig verbessert. In Rückersdorf bestehen keine „weißen Flecken“ bei der Versorgung und jeder Anschluss kann mit mindestens 30 Mbit/s versorgt werden. Durchschnittlich beläuft sich die verfügbare Anbindung auf 137 Mbit/s. Nähere Details wurden auf der gemeindlichen Homepage veröffentlicht.

Überaus positiv war auch der Rückblick auf die Bereiche Kultur und ehrenamtliches Engagement. Nach wie vor ist die Veran­staltungsreihe „Musik in Scheune und Kapelle“ ein fester und sehr beliebter Bestandteil des Gemeindelebens. Nicht mehr wegzudenken ist auch die Arbeit der Nachbarschaftshilfe, bei der sich 15 Damen und Herren ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzen. Bis Mitte November wurden bisher beeindruckende 190 Einsätze geleistet. Gleiches gilt für den Helferkreis Asyl, in dem sich rd. 10 aktive Mitglieder in vielen Bereichen engagieren.

Ein ganz großes Lob hatte Erster Bürgermeister Hofmann für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Rückersdorf parat, die im Jahr 2019 bisher 128 Einsätze absolvierten und dabei 1.240 Einsatzstunden ehrenamtlich geleistet haben. Besonders in Erinnerung wird der zeitintensive und nicht alltägliche Einsatz bei der Schneekatastrophe im Landkreis Berchtesgadener Land bleiben, bei dem einige Aktive der Rückersdorfer Wehr zusammen mit weiteren Einheiten des Landkreises Nürnberger Land Hilfe leisteten. Mit unzähligen Übungs- und Ausbildungsstunden halten sich die Damen und Herren der Feuerwehr fit für die Anforderungen ihres Dienstes zum Wohle der Bevölkerung. Stolz kann die Feuerwehr auf ihren Nachwuchs sein, denn mit derzeit fast 40 Mitgliedern stellt man die stärkste Jugendfeuerwehr im Landkreis.

Der Bericht über die gemeindlichen Finanzen verdeutlichte die gute und solide Finanzlage der Gemeinde, was auch den gestiegenen Steuereinnahmen insbesondere aus der Einkommensteuerbeteiligung zu verdanken ist. Die Gemeinde konnte in den vergangenen Jahren stets einen Überschuss im Verwaltungshaushalt verzeichnen und somit notwendiges Geld für Investitionen an den investiven Haushalt, den Vermögenshaushalt, zuführen.

Die Verschuldung konnte in den vergangenen Jahren sukzessive reduziert werden, so dass sich zum 31.12.2019 die gemeindlichen Schulden voraussichtlich auf rd. 1.190.000 EUR belaufen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von rd. 252 EUR entspricht (Landesdurchschnitt 563 EUR). Die gemeindlichen Rücklagen sind zum 31.12.2019 voraussichtlich auf rd. 3.935.000 EUR zu bilanzieren.

Auf einen erneuten Bevölkerungszuwachs konnte Erster Bürgermeister Hofmann verweisen. Nach den eigenen Fortschreibungen leben derzeit 4.767 Personen mit Hauptwohnsitz in Rückersdorf. Aus der Bevölkerungsbewegung der letzten Jahre lässt sich ein „Wanderungsgewinn“ ablesen, das heißt, dass die Zahl der Zuzüge die Zahl der Wegzüge überwiegt.

Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte Erster Bürgermeister Hofmann den Damen und Herren des Gemeinderates, seinen beiden Stellvertretern, den Beauftragten des Gemeinderates, dem Vorsitzenden des Vereinskartells und den Bediensteten der Gemeinde für das Engagement und die Unterstützung im Jahresverlauf. Ganz besonders dankte er den Vorständen der Vereine und Orga­nisationen für die gute Zusammenarbeit und allen ehrenamtlich Tätigen, die sich für das gut funktionierende Gemeinwohl einsetzen.

In der folgenden Aussprache ging es insbesondere um das Schlossareal, Probleme mit Heckenüberwuchs an Gehwegen, Beeinträchtigungen durch Lichtverschmutzung, die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Strengenberg/Laufer Straße, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Durchgangsverkehr in der Laufer Straße, die Finanzierung der geplanten gemeindlichen Projekte und die Geschäftsschließungen sowie die Situation des Einzelhandels. Die entsprechenden Wortmeldungen wurden größtenteils in der Versammlung beantwortet. Die Verkehrsproblematik in der Laufer Straße wird nochmals von der Verwaltung geprüft.