Rckersdorf

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Skulptur auf dem anonymen Urnenfeld am Waldfriedhof

„Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?“

Diese elementaren Fragen wirft eine Skulptur mit zwei Glasfiguren und einer trennenden Weidenwand auf, die auf dem anonymen Urnenfeld am Waldfriedhof steht. Sie entstand im Rahmen eines Wettbewerbs in  Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg. Der Gemeinderat entschied sich für den Entwurf der Künstlerin Frau Jutta Bock von Wülfingen.

Gestiftet wurde das Kunstwerk von Herrn Volker Koch und Frau Elke Schloter, die durch die Förderung des Kunstwerks ihrer Verbundenheit zum langjährigen Lebensort Rückersdorf ausdrücken wollen.

Im Sinne der Künstlerin beschrieb Erster Bürgermeister Manfred Hofmann die Absicht der Skulptur:

„Sie zeigt dem Betrachter, der sein Leben nur aus einem Winkel sieht, dass sein Lebensweg irgendwann endet. Die Weidenhecke, die in der keltischen Kultur als Zeichen für die Endlichkeit des Lebens steht, kreuzt irgendwann den Lebensweg. Kommt danach noch was? Unser christlicher Glaube lehrt uns, dass mit dem Tod nicht alles zu Ende ist, dass es ein Jenseits, ein Paradies, einen Himmel gibt.

Hinter der Weidenwand steht mitten in einem Feld aus Blüten nochmals diese Figur, allerdings transparent, man erkennt auf den ersten Blick nur Silhouetten. Um dies zu sehen und zu erkennen, muss ich mir die Mühe machen, um das Urnenfeld herum zu gehen. Ich muss mich "auf den Weg machen", um zu erkennen, dass nach der Weide, nach dem Tod noch etwas kommt!“

V.l.: Die beiden Stifter, Herr Volker Koch und Frau Elke Schloter, die Künstlerin, Frau Jutta Bock von Wülfingen und der Erste Bürgermeister Manfred Hofmann.

„Kunst ist aufregend, anregend, anstoßend“ diese Worte von Theaterregisseur August Everding griff der Rathauschef in seiner Werkbeschreibung auf. „Wir dürfen heute eine Skulptur ihrer Bestimmung übergeben, die aufregend ist, denn sie erinnert uns daran, dass unser Leben nicht ewig dauert. Die anregend ist, sich selbst zu fragen, was ist der Sinn meines Lebens? Und die anstößt, sich auf den Weg zu machen um zu schauen, was kommt nach dem Tod?“ Die Skulptur mache Friedhofbesucher nachdenklich, „sich der Frage nach der eigenen Identität und der Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens zu stellen“. 

Die Gemeinde Rückersdorf dankt den beiden Stiftern, Herrn Volker Koch und Frau Elke Schlüter, für die großzügige Spende. Ein herzliches Dankeschön an die Künstlerin, die mit viel Liebe und Sorgfalt diese Skulptur realisiert hat. 

Text: Auszüge aus dem Pressebericht der Pegnitz-Zeitung von Thomas Kohl. Fotos: Thomas Kohl, Klaus Sponsel und Manfred Hofmann.