R�ckersdorf

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Rodung Laufer Straße

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ende der vergangenen Woche sowie am vergangenen Wochenende erhielt ich diverse Anfragen von Mitbürgerinnen und Mitbürgern zur Rodung zweier Flächen, die sich am Rand des Ortsgebiets Rückersdorf befinden. Dabei handelt es sich um Flurstücke, welche sich am östlichsten Ende unserer Gemeinde, zwischen der Straße „Strengenberg“ und der „Laufer Str.“, sowie südlich der „Laufer Str.“ befinden.

Viele der Anfragen habe ich telefonisch, die der angrenzenden Bewohner größtenteils im persönlichen Gespräch vor Ort, beantwortet.

Doch nach wie vor erreichen uns Nachfragen im Rathaus und seltsame „Gerüchte“ ( … da wird eine Tiefgarage gebaut ….. eine Eigentumswohnanlage wird gebaut ….. da kommen Reihenhäuser hin ….. ) machen die Runde. Insofern versuche ich etwas Licht ins Dunkel zu bringen und stelle die Information hier allen Interessierten öffentlich zur Verfügung.

Vorweg sei, bezüglich der vorgenommenen Rodung noch erläutert, dass es weder der Verwaltung, noch dem Bürgermeister und auch nicht dem Gemeinderat der Gemeinde Rückersdorf obliegt, eine solche Rodung zu genehmigen.

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Die betreffenden Flächen befinden sich in Privatbesitz und nicht im Besitz der Gemeinde Rückersdorf.

Im Flächennutzungsplan sind die Grundstücke als Wald sowie Fläche für Aufforstung, bei den Flächen für Landwirtschaft und Wald ausgewiesen.

Der Regionalplan, welcher von der Regierung von Mittelfranken erstellt wird und aus welchem der Flächennutzungsplan sowie dann die Bebauungspläne zu entwickeln sind, gibt vor, dass die obigen Grundstücke Trenngrün zuzuordnen sind. Das Trenngrün verhindert ein Zusammenwachsen der Gemeinde Rückersdorf mit dem Gebiet der Stadt Lauf a. d. Pegnitz. Die letzte Änderung des Regionalplanes wurde zum 16.08.2018 ausgearbeitet.

Die betreffenden Flächen sind in keinem Bebauungsplan der Gemeinde Rückersdorf enthalten. Die Integration in einen Bebauungsplan mit der Ausweisung dieser Flächen als Bauland würde gegen die Regionalplanung, den Flächennutzungsplan sowie die Landschaftsschutzgebietsverordnung verstoßen.

Bei den betroffenen Flächen handelt es sich weder um Bauland noch um Bauerwartungsland (ImmoWertV., § 2 Abs. 2).

Unabhängig von einer möglichen oder unmöglichen Machbarkeit gibt es in der Gemeindeverwaltung keinerlei Bestrebungen, den aktuellen, oben beschriebenen Zustand der betroffenen Grundstücke zu verändern.

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*1
Durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg i. Bay, Dienststelle Hersbruck, wurde der Baumbestand auf den betroffenen Grundstücken in den letzten Jahren regelmäßig begutachtet. Regelmäßig und in der jüngeren Vergangenheit vermehrt, wurde durch die Behörde das Absterben etlicher Kiefern festgestellt, wodurch der Bestand immer lückiger wurde. Ein Mitarbeiter des Amtes hat daher in den letzten Jahren die waldbauliche Behandlung dieser Flächen, in Hinblick auf die Thematik der Verkehrssicherheit, mit den Eigentümern abgestimmt. Alle Beteiligten waren einig, dass ein schirmschlagartiger Verjüngungshieb die Stabilität des Bestandes gefährden würde und damit die Verkehrssicherheit der angrenzenden Straßen sowie der Wohnbebauung nicht gewährleistet werden kann. Zudem war schon eine gewisse Laubholznaturverjüngung vorhanden.

Durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg wurde aus vorgenannten Gründen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftungsmaßnahme zugestimmt. Der durchgeführte Holzeinschlag ist, laut dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, forstrechtlich nicht zu beanstanden.

Die Eigentümer beauftragten die Forst Betriebs Gemeinschaft Nürnberger Land mit den Tätigkeiten. Nach der Holzernte soll geprüft werden, wieviel von der Laubholznaturverjüngung erhalten werden kann und in welchem Rahmen die Wiederaufforstung erfolgen muss. Durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurden die Eigentümer darüber hinaus schriftlich auf Ihre Verpflichtung zur Wiederaufforstung der betroffenen Waldfläche (gesetzliche Regelung des Art. 15 BayWaldG, binnen drei Jahre) hingewiesen.

*1
Quelle: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg i. Bay, Dienststelle Hersbruck

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Die Gemeindeverwaltung war über die komplette Rodung nicht informiert.

Herzlichen Gruß und gute Gesundheit allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern

Ihr
Johannes Ballas
Erster Bürgermeister